BRD: Kurzüberblick zur Einwilligung gemäß DSGVO u. Weitergeltung erteilter Einwilligungen

​Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht: Die Einwilligung nach der DS-GVO ist als eine Rechtmäßigkeitsvoraussetzung für die Verarbeitung personenbezogener Daten nur wirksam, wenn sie freiwillig und – bezogen auf einen bestimmten Fall – informiert abgegeben wird. Welche Änderungen sich künftig hierbei ergeben und wie insbesondere mit bereits nach dem BDSG erteilten Einwilligungen umgegangen werden muss, hat das BayLDA in einem kurzem Papier (pdf) zusammengefasst. Quelle: BayLDA

EuGH: Urteil zu dynamischer IP-Adresse und Personenbezug/Speicherung

EuGH 19.10.2016, Rs C-582/14, Patrick Breyer / Bundesrepublik Deutschland
Aus der Pressemeldung des EuGH (pdf):
Der Betreiber einer Website kann ein berechtigtes Interesse daran haben, bestimmte personenbezogene Daten der Nutzer zu speichern, um sich gegen Cyberattacken zu verteidigen. Die dynamische Internetprotokoll-Adresse eines Nutzers stellt für den Betreiber der Website ein personenbezogenes Datum dar, wenn er über rechtliche Mittel verfügt, die es ihm erlauben, den betreffenden Nutzer anhand der Zusatzinformationen, über die dessen Internetzugangsanbieter verfügt, bestimmen zu lassen.
Zur Vorgeschichte siehe hier und hier.

BRD: BvD veröffentlicht mit Hinblick auf die DSGVO ein aktualisiertes Berufsbild für Datenschutzbeauftragte

Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) hat kürzlich ein aktualisiertes Berufsbild für betriebliche Datenschutzbeauftragte (Stand September 2016) vorgestellt. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung hatte eine Überarbeitung erforderlich gemacht (Quelle: Virtuelles Datenschutzbüro).

Unternehmen sehen Datenschutz als größtes Risiko

Deutsche Unternehmen sind beim Thema Compliance professioneller organisiert und personell sowie strukturell besser aufgestellt als im Vorjahr; dennoch fühlen sich deutlich weniger Unternehmen mit ihrem Compliance-System gegen Risiken gut gewappnet. Datenschutz stellt für die befragten Unternehmen mit durchschnittlich 28 Prozent das größte Compliance-Risiko dar – eine Steigerung von 6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Einen deutlichen Sprung in der Aufmerksamkeit der Unternehmen hat das Risikofeld Datensicherheit und Wirtschaftsspionage gemacht. Gegenüber dem Vorjahr ist hier die Bewertung seitens der Unternehmen um 16 Prozentpunkte gestiegen. Immer mehr Unternehmen haben erkannt, dass sie wichtige Firmengeheimnisse schützen und sich gegen Datenlecks und Datendiebstahl von Innen oder Außen absichern müssen.

Artikel im Compliance Manager Magazin

Irische Datenschutz-Behörde untersucht E-Mail-Ausspähung bei Yahoo

Die irische Datenschutz-Behörde leitete nach eigenen Angaben Untersuchungen in der Sache ein. Sollte es massenhaft Mail-Kontrollen gegeben haben, wäre dies eine Verletzung des Grundrechts auf Privatsphäre, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Irland ist für das Thema in Europa zuständig, weil Yahoo in dem Land seine europäische Zentrale hat.

Unklar ist bisher, welche Daten genau Yahoo an die US-Behörden übergab. Es ist Experten zufolge der erste Fall, in dem ein US-Konzern der Forderung nach einer Überwachung des gesamten Mail-Verkehrs nachgegeben hat.

Artikel in der Wiener Zeitung